Link zur Startseite

Bauverfahren

Rechtsgrundlagen
Steiermärkische Baugesetz 1995 i.d.g.F.
Bau- Übertragungsverordnung, LGBl. 58/1999 i.d.g.F.


Die Bezirkshauptmannschaft Murau als Baubehörde

Sämtliche Gemeinden des Verwaltungsbezirkes Murau haben die Baurechtskompetenz bei gewerblichen Betriebsanlagen, die einer Betriebsanlagengenehmigung bedürfen, an die Bezirkshauptmannschaft Murau übertragen.

Nachstehende Unterlagen sind im Baubewilligungsverfahren betreffend die gewerbliche Betriebsanlage vorzulegen:


1. Ein Ansuchen um Erteilung der Baubewilligung
    (mit € 14,30 zu vergebühren)

2. Den Nachweis des Eigentums oder des Baurechtes an dem für die 
    Bebauung vorgesehenen Grundstück in Form einer amtlichen
    Grundbuchabschrift oder in anderer rechtlich gesicherter Form;
    jeweils nicht älter als sechs Wochen.

3. Die Zustimmungserklärung des Grundeigentümers oder des
    Bauberechtigten, wenn der Bauwerber nicht selbst 
    Grundeigentümer oder Bauberechtigter ist.

4. Der Nachweis, dass die zu bebauende Grundstücksfläche -
    sofern diese nicht in zwei Katastralgemeinden liegt - aus einem 
    Grundstück  im Sinne des Vermessungsgesetzes, 
    BGBl. Nr. 306/1968, in der Fassung BGBl. Nr. 480/1980,
    besteht. 

    Der Nachweis kann entfallen
    - für bestehende Bauten,
    - für Bauten, die sich auf Grund ihrer Funktion üblicherweise
       über zwei Grundstücke erstrecken,
    - wenn rechtswirksame Bebauungspläne bestehen, denen ein
      Teilungsplan zugrunde liegt

5. Ein Verzeichnis der Grundstücke, die bis zu 30,0 m von den  
    Bauplatzgrenzen entfernt liegen, jeweils mit Namen und
    Anschriften  der Eigentümer dieser Grundstücke.

6. Angaben über die Bauplatzeignung (Flächenwidmung, 
    Wasserversorgung, Energieversorgung, Abwasserentsorgung,
    Tragfähigkeit des Untergrundes, Gefährdung der Standsicherheit
    benachbarter baulicher Anlagen, Gefährdung durch Lawinen,
    Hochwasser etc., rechtlich gesicherte Zufahrt ).

7. Das Projekt in zweifacher Ausfertigung,
    wobei das Projekt folgende Angaben zu enthalten hat:

   - einen Lageplan, der folgende Angaben aufzuweisen hat:
     (Lagepläne sind im Maßstab 1 : 1000, Grundrisse, Schnitte
     und Ansichten sowie Darstellungen im Sinne des Abs. 1 Z. 7
     und 9 im Maßstab 1 : 100, sofern nicht ein größerer oder
     kleinerer Maßstab für das Vorhaben geeigneter ist, zu verfassen.
     Die Pläne sind in technisch einwandfreier Form herzustellen.
     In Plänen für Zu- und Umbauten sind die abzutragenden
     Bauteile gelb, die neu zu errichtenden Bauteile rot darzustellen.
     Die Pläne und die Baubeschreibung sind vom Bauwerber, von
    den Grundeigentümern oder Bauberechtigten und von den
    Verfassern  der Unterlagen, allfällige weitere Nachweise
    vom Bauwerber und von den Verfassern der Unterlagen unter   
    Beisetzung ihrer Funktion zu unterfertigen. Als Verfasser der 
    Unterlagen kommen nur dazu gesetzlich Berechtigte in
    Betracht.)
a) die Grenzen des Bauplatzes,
b) die auf dem Bauplatz bestehenden und geplanten Bauten mit
    Nebenanlagen und
c) Freiflächen (Sammelgruben, Kinderspielplätze, Abstellflächen für 
    Kraftfahrzeuge, Stellplätze für Müllbehälter, Anlagen zur Wasser-
    und Energieversorgung und Abwasserbeseitigung samt Leitungen
    und dgl.),
d) die zahlenmäßige Angabe der Abstände der Gebäude von den
     Nachbargrenzen sowie der Gebäude untereinander,
e) die bestehenden baulichen Anlagen auf den angrenzenden und bis
    zu 30,0 m von den Bauplatzgrenzen entfernt liegenden
    Grundstücken mit Angabe der jeweiligen Geschoßanzahl,
f) die Grundstücksnummern,
g) die Grundgrenzen
h) die Verkehrsflächen,
i) die Nordrichtung,
j) alle am Bauplatz befindlichen sowie die für die Aufschließung des
    Bauplatzes maßgeblichen Leitungen mit Namen und Anschrift der
    Leitungsträger,
k) den bekannten höchsten Grundwasserstand und
l) einen Höhenfestpunkt, auf dessen Höhe das gesamte
   Planwerk zu beziehen ist.

- die Grundrisse sämtlicher Geschosse mit Angabe der
   Raumnutzung und der Nutzflächen

- die Berechnung der Bruttogeschossflächen aller Geschosse in
   überprüfbarer Form

- die notwendigen Schnitte, insbesondere die Stiegenhausschnitte
   und jene Schnitte, die zur Feststellung der einzuhaltenden 
   Abstände notwendig sind

- alle Ansichten, die zur Beurteilung der äußeren Gestaltung der 
  baulichen Anlagen und des Anschlusses an die Nachbargebäude
  erforderlich sind, sowie Angaben über die Farbgebung

- die Darstellung der geplanten Geländeveränderungen 
  (ursprüngliches  und neues Gelände) in den Schnitten und Ansichten

- die bei Neubauten, umfassenden Sanierungen von Gebäuden bzw.
  maßgeblichen Abweichungen von Bauplänen bzw. bei Gebäuden für
  öffentliche Zwecke (mit über 1.000 m² Gesamtfläche) ein Energieausweis
  (§ 43a Stmk. BauG i.V.m. der Stmk. Energieeinsparungs- und Wärme-
  schutzverordnung, LGBl. Nr. 61/2008).
  Ist kein Energieausweis vorgeschrieben, ein Nachweis über die dem Stand
  der Technik entsprechenden Begrenzung der Energiemenge (§ 23 Abs. 1
  Zif. 8 lit. b Stmk. BauG). 

- den Nachweis der Erfüllung der Erfordernisse des Wärmeschutzes
 
und der heiztechnischen Anforderungen (Wärmebedarfsberechnung)

- gegebenenfalls die Art und die Darstellung der baulichen Vorsorge
  für Heizungsanlagen samt Rauchfängen einschließlich der
  Rauchfanganschlüsse, allfällige Aufzüge, Lüftungs- und
  Förderleitungen, Klimaanlagen und dgl.


- eine Beschreibung des Bauplatzes und der geplanten baulichen
  Anlage mit Angabe aller für die Bewilligung maßgebenden, aus
  den Plänen nicht ersichtlichen Umstände, insbesondere auch
  mit  Angaben  über den Verwendungszweck der geplanten
  baulichen Anlagen (Baubeschreibung)


- Alle Feuerungsanlagen sind seit 01.01.2004 anzeigepflichtig. Im
  Anzeigeverfahren sind vorzulegen:
  Bei Feuerungsanlagen von über 8,0 kW bis 400 kW Nennheizleistung
  ist der Nachweis über das ordnungsgemäße Inverkehrbringen im
  Sinne des Stmk. Feuerungsanlagengesetzes zu erbringen. Wenn für die
  Errichtung, Änderung und Erweiterung der Feuerungsanlage bauliche
  Maßnahmen in Bezug auf den Aufstellungsraum, Brennstofflagerraum
  oder den Rauchfang erforderlich sind, ist eine Bescheinigung eines
  Sachverständigen oder hiezu befugten Unternehmers über deren Eignung
  vorzulegen. 


Hinweis zu Gebühren:
Das Ansuchen ist mit € 14,30 und jede Beilage (pro DIN A3 Bogen ) mit € 3,90 (für Übergrößen jeweils der doppelte Betrag ), höchstens jedoch € 21,80 pro Beilage, zu vergebühren (bei inhaltlich fortlaufendem Text bleiben unbeschriebene Seiten bei der Berechnung der Anzahl der Bogen außer Ansatz).
Die Gebührenschuld entsteht jedoch erst mit der Zustellung der abschließenden erstinstanzlichen Erledigung.